System Theorie

Living Systems

James Grier Miller (1978)

General systems theory is a set of related definitions, assumptions, and propositions which deal with reality as an integrated hierarchy of organizations of matter and energy. General living systems theory is concerned with a special subset of all systems, the living ones. Even more basic to this presentation than the concept of "system" are the concepts of "space," "time," "matter," "energy," and "information," because the living systems which I shall discuss exist in space and are made of matter and energy organized by information.

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Systemtheorie und Konstruktivismus

Fritz B. Simon

Systemtheorie und Konstruktivismus sind zwei eng miteinander verbundene Theorierichtungen, die heute für unterschiedliche soziale Praxisfelder zentrale Bedeutung gewonnen haben: Psychotherapie und Familientherapie, Pädagogik, Organisationsberatung, Management, Politik u. v. a.

In diesem Einführungstext werden unterschiedliche Theoriestränge, die teilweise in den Naturwissenschaften, teilweise den Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften entwickelt wurden, so aufbereitet, dass neben ihrem historischen Kontext ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede, ihre innere Logik, vor allem aber ihre Konsequenzen für den Praktiker deutlich werden. Das Spektrum reicht von den Anfängen der Kybernetik und Systemtheorie über die Chaos- und Komplexitätstheorie zur Theorie autopoietischer Systeme und der neueren soziologischen Systemtheorie.

Als Leser bekommt man so eine kompakte und konsistente theoretische Basis für sein Handeln in nicht berechenbaren Umwelten, die hilft, mit den Unsicherheiten, wie sie in einer komplexen Welt unvermeidlich sind, umzugehen.

Fritz B. Simon, Dr. med. habil., Professor für Führung und Organisation an der Universität Witten/Herdecke gilt als „Europas oberster Systemiker“ (Report+ 2006).

Neuland des Denkens

Vom technokratischen zum kybernetischen Zeitalter

Frederic Vester: Vernetztes Denken

Unter Berufung auf die Kybernetik (bzw. Biokybernetik) hat Vester systemisches („vernetztes“) Denken propagiert, ein Ansatz, in dem die Eigenschaften eines Systems als ein vernetztes Wirkungsgefüge gesehen werden. Die einzelnen Faktoren verstärken oder schwächen andere Größen des Systems (Rückkopplung). Diese den ungeübten („linear denkenden“) Betrachter verwirrende Vernetzung kann mit Hilfe der Methodik seines Sensitivitätsmodells in mehreren Arbeitsschritten mit Softwareunterstützung analysiert und begreifbar gemacht werden. Auf diese Weise können z. B. positive, selbstverstärkende und negative, selbstregulierende Rückkopplungskreisläufe sicher erkannt werden. Einflussgrößen werden in ihrer Systemqualität sichtbar und bewertet (z. B. als stabilisierend, kritisch, puffernd oder empfindlich für äußere Einflüsse usw.). Durch Simulationen können langfristige oder spezielle Verläufe von Eigenschaften betrachtet werden. Auf der Grundlage eines so erarbeiteten Modells können Fragen nach sinnvollen Eingriffsmöglichkeiten und Steuerhebeln, zukünftiger Entwicklung oder möglichen Systemverbesserungen beantwortet werden. Die von Vester entwickelten Methoden und Bewertungen sind in seinem „Sensitivitätsmodells Prof. Vester“ zusammengefasst, das in Seminaren und als Software vermarktet wird und seit ca. 1980 in zum Teil umfangreichen Studien eingesetzt worden ist.[2] Die Idee der in diesem Vorgehen zentralen Einflussmatrix wurde von anderen Autoren in der Prioritätenmatrix übernommen.[3]

In seinem Bestseller „Denken, Lernen, Vergessen“ hat Vester Hypothesen formuliert, wonach verschiedene Typen von Lernern (Lerntypen) verschiedene „Kanäle“ (auditiv, visuell, haptisch, verbal-abstrakt) bevorzugen. Nach eigenen Untersuchungen stellte Vester eine Theorie der Lernbiologie auf, die die jedem Menschen eigenen Besonderheiten beim Aufnehmen, Verknüpfen und Speichern von Informationen beschreibt. Allerdings treten nach Vester die vier Lerntypen dieses Modells selten als idealtypische Ausprägungen auf, sondern meistens als Mischformen mit schwerpunktmäßiger Veranlagung (so zum Beispiel der audio-visuelle Typ). Diese Klassifikation ist wissenschaftlich umstritten, aber von Pädagogen im deutschen Sprachraum in großem Umfang rezipiert worden.[4]

Vester wurde im Jahr 1993 in den Club of Rome aufgenommen. 1999 wurde Vesters Buch "Die Kunst, vernetzt zu denken. Ideen und Werkzeuge für den Umgang mit Komplexität" als "Der neue Bericht an den Club of Rome" veröffentlicht (aktuell 9. Auflage dtv 2013). In dem Buch fasst Vester seine wesentlichen Aussagen zusammen und zeigt das Vorgehen sowie das breite Anwendungsspektrum des Sensitivitätsmodells in praktischen Projekten auf.