Wo issn die DDR geblieben?

In der UNO steht ein leerer Stuhl
darauf saß ein Mann aus Suhl
In Kenia gibt's jetzt eine Botschaft weniger
diesmal traf es einen Mann aus Jena

Ich such' die DDR und keiner weiß, wo sie ist
Es ist so schade, daß sie mich so schnell vergisst
Ich such' die DDR und kommt sie zurück zu mir
(verzeih' ich ihr)

Im Atlas fehlt ein Staat
von einer ganz besondren Art
Ja, zwischen BRD und Polen
da wurde ein Land gestohlen

 

Jetzt, jetzt lebe ich
Jetzt, jetzt lebe ich
Jetzt, jetzt trinke ich
Jetzt, jetzt stinke ich
Jetzt, jetzt rauche ich
Jetzt, jetzt brauch' ich dich

Wir bauen auf und tapezieren nicht mit
Wir sind sehr stolz auf Katarina Witt

Born in the GDR

Wir können bis an unsere Grenzen geh'n
Hast du schon mal drüber hinweg geseh'n
Ich habe 160 000 Menschen geseh'n
Die sangen so schön, die sangen so schön:

Born in the G.D.R.

 

 

Einspielung des Gesangs des Zentralrats:
"...Völker dieser Erde, die stets man noch zum Hungern zwingt,
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt."

Wir leben in der Bakschischrepublik
Und es gibt keinen Sieg.
Die Hoffnung ist ein träges Vieh
und nähert sich an der Staatsdoktrin.

Man wird die roten Götter schleifen,
viele werden es nicht begreifen,
der Götzendiener pisst sich ein.
So einfach ist es ein Mensch zu sein.

Wir leben in der Bakschischrepublik
Und es gibt keinen Sieg.
Schwarz-Rot-Gold ist das System.
Morgen wird es untergeh'n.

Einspielung Walter Ulbricht:
"In Übereinstimmung mit den Vorschlägen aus der Arbeiterklasse
hat das Zentralkomitee
der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands beschlossen, dass in der Deutschen
Demokratischen Republik der Sozialismus planmäßig aufgebaut wird..."

Das Volk, es wird in Trance verfallen
und eine alte Hymne lallen.

"...die Internationale erkämpft das Menschenrecht..."

Schwarz-Rot-Gold ist das System.
Morgen wird es untergehen.
Der Götzendiener pisst sich ein.
Es könnte alles falsch gewesen sein.

 

 

Es liegt ein Fluch auf dieser Stadt,
wer dort nicht lebt, wird´s kaum versteh´n.
Weil man sie einst geteilt hat,
ist sie zur Hälfte nur zu seh´n.
Ihr alter Glanz ist lang erblaßt,
sie war der Lebensnerv der Welt,
Sie war geliebt, sie war gehaßt,
wenn das auch heute nichts mehr zählt.

Ref: Oh Berlin, Metropole, die verfällt,
in Berlin, da schlug einmal das Herz der Welt.

 


 

Auf den Straßen tobten Schlachten,
Kriege auch Revolution,
Bomben fielen und zerkrachten,
Herrscherwahn erhielt den Lohn.

Blutbefleckt sind deine Hände,
Mörderlust im Größenwahn Narben tragen deine Wände,
gerade fingen sie zu heilen an.

Fort sind deine besten Söhne,
Emigranten oder "Helden"-tot,
Flucht oder DAS FELD DER EHRE" zwiefach kam die Welt in Not.

Preußischer Militarismus
fühlte heimisch sich ich in Dir,
Kaiserzeit und auch Faschismus,
teuer zahltest du dafür.

Nazis, Entnazifizierung,
Neonazis wieder hier,
Sammelbecken der Chaoten,
hey Berlin, was ist los mit dir2

Spektakulär untergegangen,
aus Ruinen aufgebaut,
nach Gewalt stand das Verlangen,
deine Quittung- Narbenhaut.

Hexenkessel, Metropole wolltest du für immer sein,
charismatische Idole alle tot, es blieb nur Schein.

Deine besten Zeiten liegen
weit in der Vergangenheit,
großmannssüchtig unterlegen,
Teilungsschmerz, Zerrissenheit,

bist das herz der Welt gewesen,
das ist schon so lange her,
von dir muß die Welt genesen,
legendär bist du nicht mehr.