Happy Birthday Jesus, and Peace for all Humans

oder auf Altdeutsch: Frohe Weihnachten

Hier läuten gerade die Glocken der Kloster-Kapelle. Ein bisschen wie in Umberto Ecos Name der Rose.

Frohe Weihnachten und schöne Tage dieser Tage

Heilig Abend 2017

Ich wünsche ein Sarkusmusfreies Geburtagsfest der Person, wegen derer die meisten von uns ja kennen gelernt haben: Jesus von Nazareth

Der hat uns zwar das Himmelreich versprochen und gekommen ist dafür die Kirche, aber man nimmt dieser Tage, was man bekommen kann. ;)

Ich wünsche Dir/Ihnen Frieden, Ruhe, Erholung aber auch anregende Besinnlichkeit, wohltuendes Essen und gute Gesellschaft im Kreise lieber Menschen.

Ich selbst verbringe diese Tage glücklich, zufrieden mit Vorfreude auf die nahe Zukunft an einem Ort der vom heutigen Geburtstagskind gut gesegnet ist: In einem Krankenhaus in Berlin-Mitte mit Blick auf einen Innenhof, der aussieht wie ein Kloster.

Wenn ich Lust dazu verspüre, werde ich mich an den nächsten Tagen ans Fenster setzen und mit Blick auf diesen Innenhof ein Hörbuch von Umberto Eco lesen bzw. hören: Der Name der Rose.

Ich habe vor Jahren mal im Winter bei Schnee in einem Hotel in den Bergen des Sauerlandes ein dazu passendes Buch gelesen: Shining von Steven King, verfilmt vom Großmeister der Kino-Kunst Stanley Kubrick. Das Setting hatte dann beim Lesen auch einen dementsprechend guten Realismus Effekt.

Aber wenn alles gut läuft -vor allem meine eigenen Füße- gehe ich einfach zum ökumenischen Gottesdienst in die Kloster-Kapelle im Hof oder zum Evangelischen Gottesdienst in die Sophien-Kirche auf der andern Straßenseite.

Oder lese in einem ganz alten aber gutem Buch aus dem Jahre 1984 - nein, nicht das von George Orwell, sondern eine Übersetzung einer antiken Dokumenten-Sammlung.  Ein sehr spannendes Buch. Auch wenn auf dem Umschlag nicht "Keine Panik" steht, sondern ein in meiner Generation eher nicht so geläufiges Wort: "Hoffnung".

In dem Buch sind auch einige Widmungen von Menschen aus meinem Gemeinde-Leben nach meiner Konfirmation 1984: Aus meiner Zeit im Evangelischen Kirchenkreis Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel, Ickern sowie aus der FeG Bochum-Mitte und der FeG Aschaffenburg und eine aus dem katholischen Studenten-Wohnheim Roncallihaus an der Ruhr-Uni Bochum. ( Da fehlen übrigens noch welche aus der EvKG Ilsede bei Hannover und aus Berlin-Tiergarten ;) ... )

Der Deutsche Text hat eine niedrige Schwelle, die Original-Autoren haben einen interkulturellen und auch sprach-kulturell interessanten Hintergrund. Manche sind Weltbürger, haben die Imperiale Staatsbürgerschaft, sind Gelehrte, können die beiden Hauptverkehrssprachen aber auch die komplett andere Sprache der religiösen, ethnischen und geografischen Heimat.

Andere Akteure und Autoren damals waren einfache Menschen vom Dorf und sind plötzlich Akteure in einer Zeitenwende, die auch dazu führt, das heute, morgen und übermorgen ziemlich viele Menschen den Geburtstags des Menschen Feiern, mit dem diese Bewegung angefangen hat.

Im Gegensatz zu J.R.R Tolkiens "Herr der Ringe" ist dieses Buch mit einem weiteren vorher handelnden Buch versehen, dass aber in unserem Fall umfangreicher ist als der Hauptteil.

Im ersten, umfangreicheren Teil des Buches reichen die irgendwann schriftlich nieder gelegten Überlieferungen und unterschiedlichsten Text- und Literatur-Formate bis in die früh-Antike und Bronzezeit zurück und einiges handelt sogar von einem Umfeld, in dem die Neolithische Revolution noch in vollem Gange war. Neben dem uns vertrauten Buch, gibt es noch ein kleines, sehr unterhaltsames Populärwissenschaftliches Buch, das die Frage "Was war zuerst da: Die Religion oder der Acker?" so beantwortet: "Am Anfang war das Bier".

Eine Erkenntnis, die für Fans und Mitglieder richtig guter Fußballvereine völlig nahe liegend und einleuchtend ist. Also wenn man von VfL Bochum, S04 Gelsenkirchen-Schalke oder BVB09 Borussia Dortmund redet... ;) ... was bei Hertha, Union und St.Pauli wohl auch ähnlich sein soll.

Ich bin hier in den Weihnachtsfeiertagen von Schicksals-Weggefährten also Mitpatienten, und menschlich sehr angenehmen Pflegern umgeben.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich mal wieder einen Weihnachtsbaum geschmückt.

Besuch hat sich bis jetzt nicht angekündigt.

Meine Herzmenschen sind zum meisten Teil ohnehin weit weg, also gar nicht erst in Berlin.

Aber durch die Feiertage ist das WLan und der Zugang ins Internet ausreichend schnell, dass man nicht TV gucken muss oder sowas.

Wenn also jemand, ein Leser dieser Worte ein Foto von Weihnachten an seinem Ort und Gottesdiensten in seiner Kirche hat:  Ich freue mich über so etwas sehr gerne :)

Schöne Musik zum Heilig Abend


Bisschen Hoffnung gefälig?

In dieser dunklen (Jahres-) Zeit?

Oder Lesestoff wie sonst auch?

The Same Procedure as Last Year?


Nachtrag: Am Anfang war das Bier

Über die Neolitische Revolution und die Überlieferungen in der Thora und Bibel

Ja, da war eine Stelle in meinem Artikel von gestern, die schlecht geschrieben war.

Ich hätte da irgendeinen Link oder so beifügen sollen.

 

Die „Neolithische Revolution“ ist die Sesshaft-Werdung des Menschen, die was unseren Erdteil angeht im Zweistromland vor 10.000 Jahren angefangen hat.

Aus Jägern und Sammeln wurden Bauern, und gründeten erste Siedlungen und Städte. 

Die Geschichten der Bibel spielen oft aus der Nomaden-Perspektive in einer Welt, 

in der die ersten Großstädte entstanden waren im Zweistromland, heutigen Israel und Umgebung und in Ägypten am Nil.

Beispiele:
Der Streit zwischen Kein und Abel als Mythos. Oder später reale Städte wie Jericho oder Ninive.

 

Das Buch „Am Anfang war das Bier“ ist sehr geil: 

 

Es erklärt auch die gewaltige Tempelanlage von Göbekli Tepe, die vor 12.000 Jahren gebaut und benutzt wurde,

und damit eigentlich 2000 Jahre bevor Menschen überhaupt sesshaft wurden. Die Vermutung ist:

Die Menschen wurden nur deshalb Bauern, um für solche Religiöse Kulte und Feiern Getreide anzupflanzen aus dem man etwas berauschendes machen konnte:

Das, was wir heute als Bier kennen. 

 


Musik für den Ersten Weihnachtstag 2017

Die Stimmung ist heute nicht die Beste...

... starke, zermürbende Schmerzen. Ich freue mich nicht auf die "Heimreise": Eine Fahrt mit den Öffis ... nicht nach Hause ... das wäre ins Ruhrgebiet ... sondern in meine Wohnung nach Moabit.

Das Thema "Keine Mobilität ohne Schmerzen" und "Kein Geld wegen Invalidität" macht mich richtig Zornig.

Zweiter Weihnachtstag

Am Morgen danach ...

Der Tag gestern war hart und brutal. - Aber ich habe es geschafft.

Wenn man glaubt, das ist die normale Härte, die man mir einfach so zumuten kann, dann muss man sich schon mal an mein kommendes Verhalten gewöhnen:

Ich werde ich entschlossen meinen Anteil am Guten Leben in Anspruch nehmen - und sehr eingehend daran erinnern, das wir alle im selbern Boot sitzen.

 

Mein Rückblick auf 2017

Retrospektive und Ausblick

hat das gleiche Ergebnis, wie der mein heutiger Rückblick auf die letzten sieben Jahre 2010-2017:

Ich habe mir nichts zu vergeben.

Es sei denn, dass ich zu wenig meine eigenen Interessen verfolgt habe, zu viele und starke Kompromisse und Entgegenkommen anderen gegenüber gezeigt habe, dass ich mir zu viel Respektlosigkeit akzeptiert und zu viel hin genommen habe und des Schlechten und Schaden hin genommen habe.

Was mich sehr ägert und mitunter äußerst wütend macht:

Fehlen einem Ressourcen wie Budget, Gesundheit, Mobilität, Familie und Freunde am gleichen oder erreichbaren Ort, und muss man sich sehr viel mehr anstrengen, um viel weniger Schönes und Erfreuliches im Leben zurück zu bekommen... Wenn man sich extrem anstrengt, dieses ohne Schaden an Mitmenschen zu vollbringen... und dann aber noch oben drauf kritisiert wird

  • für bagatellöse Kleinigkeiten,
  • weil man Dinge nicht auf dem gewünschten Weg schafft und das dann noch aufgrund des Versagens anderer, 
  • oder weil mit zweierlei Maß gemessen wird, bei dem der/die KritikerIn davon ausgeht, man selbst habe all diese Ressourcen auch zur Verfügung,
  • weil man allgemein eine abartige Ignoranz und einen zweifelhaften Mangel an Demut vor der Lebensleistung anderer Menschen in die Tat umsetzt,
  • weil man sich selbst und sein kleines Ego für das wichtigste in der Welt sieht, und das Ganze dann auch noch zu einem Pseudo-Althruismus verklärt
  • weil man schlicht und ergreifend keine Ahnung hat, wovon man redet, aber zu faul ist, selber zu Denken oder sich mal zu informieren
  • weil man den Satz "Wer was sein will, kann nix mehr werden" nicht kapiert hat

Was mich auch zu Recht sehr zornig macht:

  • wenn man als hilfsbedüftiger, notkleidender Mensch das Recht abgesprochen bekommt, an Mißständen und existenz-vernichtendem Unrecht berechtigte Kritik zu äußern.
  • wenn man im Alltags-Lebenskampf immer noch mit Argumenten konfrontiert wird, die der satanistischen Religion des Neoliberalismus entstammen; Nein, Kritik an Bodenloser und Himmel schreiendem Unrecht ist keine "Neiddebatte". Dieses Unrecht bedroht unsere Zivilisation und verbraucht all unsere tägliche erbrachte Leistung in eine Energie, die zum nächsten Vernichtungskrieg gegen uns selbst strebt. Selbst die Bertelsmann-Stiftung ist vom harten Neoliberalismus abgerückt. Da muss ich nicht bei Fragen des Überlebens mir so einen Unsinn anhören.
  • Wenn man sich dauernd Ratschläge anhören muss, die gut gemeint aber absolut nicht auf Realitäts-Bezug durchdacht sind. Guter Rat ist teuer und oft genug nicht kostenlos. Gut gemeint und schlecht gemacht gibts umsonst, aber kosten zumindest mal viel Kraft und Nerven. Und Gegenfrage: Um wen geht es gerade? Um Dich oder Mich? Kann man ja mal überlegen, wenn man auf Krankenbesuch ist und den guten Wunsch verspürt, irgendwie helfen zu wollen.

Wenn ich in die letzten Tage und Wochen denke, dann kann ich genau sehen, wann und wer und durch was mir Gutes geschehen ist, durch Menschen, die mit Aufmerksamkeit, Wohlwollen und Einsatz mein Leben, meine Vorhaben und meine Ziele haben gelingen lassen. Es gibt viele winzige aber entscheidende Kleinigkeiten, für die ich Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit empfinde.
Es gab in den letzten Tagen und Wochen auch Menschen, die mir knallhart gesagt haben, ich hätte eine Lücke hinterlassen und sie würden es sehr wertschätzen, wenn ich in diese Runde zurück kehrte. So etwas ist mir seit meinem Weggang aus Aschaffenburg nicht mehr gesagt worden.

 

vergelt's Gott

Gutes mit Gutem vergelten, möchte man oft - hat man oft aber keine Möglichkeiten

"vergelt's Gott"

  • da wo ich Gutes erfahren aber nicht zurück geben konnte
  • genauso wie dort ich Schlechtes hin nehmen musste, ohne mich wehren zu können, oder wo ich auf Vergeltung verzichtet habe, und damit den für mich unteren Weg gewählt habe

Es ist Weihnachten und ich habe heuer nichts, was man in Geschenk-Papier einpacken und verschenken könnte.

Aber ich erinnere mich gern, wie einige Leute in meinem Alltagsleben in Bayern den Satz "vergelt's Gott" wirklich erst meinten und nicht als Floskel. Deshalb wünsche ich all denen, die mir geholfen haben einen Schrittt zu gehen, auf meinem  Lebensweg dieser Tage ein so gemeintes "vergelt's Gott" wo ich nicht Gutes mit Gutem vergelten kann, was am Anfang dieses 2017 mal in unserer Gemeinde in Berlin-Tiergarten ein besprochener Text war:

Matthäus 25,31-46

37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben?

38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet?

39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Und ich denke gern zurück an einen intensiven Abend "Bibeltreff" mit Pastor und Dipl. Ing. Roland Hölzl in der FeG Aschaffenburg:

Daniel 7,9-14

9 Da sah ich: Throne wurden aufgestellt, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.

10 Da ergoss sich ein langer feuriger Strom und brach vor ihm hervor. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.

11 Ich sah auf um der großen Reden willen, die das Horn redete, und ich sah, wie das Tier getötet wurde und sein Leib umkam und in die Feuerflammen geworfen wurde.

12 Und mit der Macht der andern Tiere war es auch aus; denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lang ein jedes leben sollte.

13 Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht.

14 Ihm wurde gegeben Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.

Ich wünsche Euch/Ihnen allen ein schönen zweiten Weihnachtstag.

Terra-X Lieblingsdokus zu Bibel und Co

Auf ZDF-Neo liefen gerade zwei Dokumentationen, die zu meinen drei Lieblings-TV-Dokus zum Thema Bibel und Co im Jahr 2017 gehören. In 2017 habe ich viele Dokus gesehen. Vor allem dank YouTube und Dank MediathekView.

Fazit Weihnachten

Das Beste an Weihnachten 2017

Das Beste an Weihnachten 2017 ist:

  • Es ist vorbei
  • Ich habe es überlebt - auch wenn das alles andere als einfach war

Wer an dieser Fressen und Saufen Orgie zur Wintersonnenwende irgendeinen Sinn sieht oder sogar was christliches, der darf sich gerne freuen und mich aber damit in Ruhe lassen.

Zurück blickend auf die letzten 48h Stunden bleiben diese drei Videos als Fazit:



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